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Schöne Kindergedichte

Lustige Reime - bekannte Gedichte - kurze Verse

Gedichte lernen, aufsagen, interpretieren..., übt eine wichtige Funktion aus bei der Entwicklung von Sprache. Hier erhalten Sie schöne Reime und Verse für grosse und kleine Kinder. Ob für Kita, den schulischen Unterricht oder zu Hause, diese bekannten klassischen und moderne Kindergedichte sind hilfreich.

Die Schnecke

Ui, wie schrecklich langsam
kommt der Schneck vom Fleck!
Er kriecht und kriecht und kriecht,
und kommt doch nicht vom Fleck.

Ui, wie schrecklich mühsam,
denkt man, hat es der Schneck.
So schrecklich langsam
kommt er nur vom Fleck.

Ui, wie schrecklich lustig findet Schneck,
was wir so denken über ihn.
Dabei ist er nur klug und keck.
Wer langsam ist, hat was vom Fleck.

(© Monika Minder)

Muttertag Gedicht

Liebe Mutter, liebe Mutter,
ich hätt' ein Gedicht dir gerne vorgetragen.
Leider, es mir zerrann wie warme Butter,
dabei hätt' ich dir so viel zu sagen.

Liebe Mutter, lieber Sonnenschein,
du spendest so viel Liebe, so viel Güte,
du bist so wunderhübsch und fein
und treu wie eine Himmelsblüte.

(© Res Lio)

Blümchen auf der Wiese

Blümchen auf der Wiese
Sag mir doch Luise,
Warum lässt mich das Blümchen niesen?
Ist das Blümchen denn ein mieses?

Nein, das Blümchen kann doch nichts dafür,
Blümchen muss nur blühen
Auf der Wiese mit den Kühen.

Blümchen auf der Wiese
Muss nur blühen, wachsen, blühen.
So wie du.

(© Monika Minder)

Es tut weh

Ups, ups, ups, mein Bauch ist leer,
mein Kopf und auch mein Hals tun weh.
Schnell, schnell, schnell ins Bett,
dann geht die Gripp' schnell wieder weg.
Und läuft die Nase dann nicht mehr,
fällt auch das Denken nicht mehr schwer.

(© Marie A.H.)

Es gibt Laub

Die Blätter sind traurig,
sie werden rot und gelb und braun,
und dann fallen sie launig
von jedem bunten Baum.

(© Monika Minder)



Der Bauer mit den Schafen

Bauer, deine Schafe rennen,
rennen über Feld und Tal.
Bauer, flick den Zaun,
dann bleiben die Schafe daheim.

Bauer, deine Schafe meckern,
meckern den ganzen Tag.
Bauer, gib ihnen was zu schlecken,
dann stehen sie ruhig da.

(© Beat Jan)

Traurig

Es ist nicht gross,
es ist nicht klein,
es tönt wie Sommerregen
und ist fein.
Doch vom Himmel kommt es nicht.
Es ist das Herz, das weint.
Tränen Scherzen nicht,
sie brauchen nur ein bisschen Zeit.

(© Monika Minder)

Eine seltene Lerche singt

Im Sommer eine Lerche singt,
das ist selten, dass sie singt.
Warum ist das so selten,
fragt das kleine Kind.
Weil sie ausgestorben sind.
Warum fragt das kleine Kind.
Weil die Nahrung weniger wird.
Warum fragt das kleine Kind.
Weil die Blumen sterben,
die Wiesen und die Bäume.
Weil zu viele Häuser gebaut werden
und alle nur vom Geld träumen.

(© H.S. Sam)

Ein Blümlein

Ein Blümlein schön und klein,
Wacht aus der Erde auf.
Schüchtern, zart und fein,
Schaut es zum Himmel hinauf.

Oh, ist der schön und gross und blau,
Dort oben möchte ich auch mal sein.
Ich bin jetzt fleissig, nicht mehr faul,
Bis ich die Welt von oben sehen kann.

(© Monika Minder)

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Blumenbild mit Gedicht

© Bild kindergedichte-sprueche.net, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet) kostenlos verwendet werden. Z.B. für eine Karte.

Im Juni

Im Juni
brauch ich keinen Pulli.
Es ist immer warm
und die Bienen fliegen im Schwarm.
Ich geh Barfuss, der Boden ist heiss,
ich esse gern ein Eis.

(© Monika Minder)



Knallvergnügt

So wirklich knallvergnügt
Bin ich am Morgen nicht.
Mag kein Stress, kein Frühstück,
Mag nur nichts.

Aufstehn finde ich ein Greuel
Lieber liege ich im Bett.
Das wäre eh viel schläuer
Hab ja doch vor dem Kopf ein Brett.

So wirklich knallvergnügt
Bin ich erst gegen Abend.
Wenn es dann in mir blüht,
Gibts auch gar nichts mehr zu klagen.

Kluge Menschen sagen eben,
Es gäbe Eulen und Lerchen auf der Erde.
Und wir sollen mehr nach dem Biorhythmus leben,
Das gäbe weniger Beschwerden.

Wenn ich mal gross bin,
Suche ich mir eine Arbeit in der Nacht,
Dann kann ich ganz nach meinem Eulen-Sinn,
Schlafen, wann ich will.

(© Monika Minder)

Himmel und Erde Gespräch

Sagt der Himmel:
Ich bin heut trüb und lustlos.
Sagt die Erde:
Leg dich auf mein weiches Moos,
Ruhe ist famos.

(© Monika Minder)

Reden und schweigen

Sag mein Freund,
warum schweigst du?
Habe ich etwas versäumt,
wovon träumst du?

Ich möchte doch nur,
dass wir reden ab und zu.
Reden gibt warm,
Schweigen macht arm.

(© Monika Minder)



Zwei Kätzchen schleichen durch die Nacht

Zwei Kätzchen schleichen durch die Nacht,
Weil als Katz man das so macht.
Sie bleiben stehn vor einem Schacht,
Drücken ihre Näschen flach,
Schauen hinunter und dann krachts.
Sagt das eine kurz "Miau",
Das andere gleich darauf: "ja, ich auch!"
Zwei Kätzchen rasen durch die Nacht,
Irgendetwas hat ihnen Angst gemacht.

(© Monika Minder)

Gespräch

Kein Schnee in Sicht,
Es ist zum Weinen.
Der Winter ist ein blöder Wicht,
Wie kann er nur nicht schneien?

Da müssen die Kanonen her,
Und uns zaubern ein schönes Wintermeer.

Aber Schneekanonen sind kein kluger Ersatz,
Schon gar nicht für das Himmelsmeer.
Sie stören Tiere, brauchen zu viel Energie und Platz,
Dann lieber Winter ohne Schnee.

(© Monika Minder)

Es gibt Tage, da geht es uns nicht so gut

Es gibt Tage, da geht es uns nicht so gut.
Sie sind wie Nebel, trist und trüb.
Wenn wir aber lernen,
Die kleinen schönen Dinge zu sehen,
Dann wird jeder trübe Tag,
Zu einem besonderen Tag.

(© Monika Minder)

Wer bin ich?

Ich bin kein Tannenbaum und auch kein Strauch,
aber ich habe einen dicken Bauch.
Ich bin auch kein Tier, das Gemüse frisst,
aber ich habe eine Rübe im Gesicht.
In meinem Körper fliesst kein Blut,
aber ich trage einen Hut.
Ich mag gern Kälte und Wind,
Ich lebe nur im Winter,
und ich mag jedes Kind.

Wer bin ich?

(© Monika Minder)

Es war einmal ein blaues Blümchen

Es war einmal ein blaues Blümchen
Das stand allein auf einer Wiese.
Da kam ein freches Bübchen
Und rupfte an dem Blümchen:

Au! schrie das blaue Blümchen,
Was bist du für ein dummes Bübchen.
Man reisst doch nicht an kleinen Blümchen.
Jetzt schämte sich das Bübchen.

(© Monika Minder)

Flüstern im Wald

Es wird viel geredet und geflüstert im Wald:
Ein Vogel trällert die schönsten Lieder nur für dich allein,
So dass ein schönes Echo hallt.
Alle wollen sie bei dir sein.
Da sieh, ein Blatt, das dir freudig winkt,
Ein Marienkäfer, der auf deiner Nase blinkt.
Und da ein Blümlein, das dir lächelt
Ein Farn, das dir kühlen Wind fächelt.
Sogar ein Bienchen hat sich verirrt
Und sagt dir Hallo, wenn es
um deine Ohren schwirrt.

(© Monika Minder)

Ich wünsch mir einen Apfelbaum

Ich wünsch mir einen Apfelbaum,
An jedem Apfel hängt ein Träumlein dran.
Der erste Traum erzählt von einer Katze
Und einer grossen Luftmatratze.
Der zweite von einer grossen Nuss,
Die darf ich essen, weil ich noch wachsen muss.
Vom dritten Traum weiss ich noch nichts,
Ich glaub, der ist ganz schlicht.
Die andern Träume müssen warten
Ich wünsch mir nämlich Weihnachten im Garten.

(© Monika Minder)


Sterben und Werden

Aus jedem Sterben entsteht neues Werden.
Aus jedem Werden sprüht das Sterben.
Stirbt eine Blume, wird ein Same geboren -
Stirbt ein Same, wird eine neue Blume geboren.

(© Monika Minder)

Ein dickes Kind

Ein dickes Kind sitzt auf der Schaukel,
zieht Kreise in den Sand.
Kinder spielen Ball und gaukeln,
jeder nimmt sich an der Hand.
Nur das dicke Kind auf der Schaukel
bleibt allein mit seinem Sand.

Da plötzlich, das kleinste Kind steht still
und hebt so hoch es kann die Hand.
Stopp! sagt es laut und zeigt zur Schaukel hin.
Es rennt zum dicken Kind und nimmt es an der Hand:
Komm, spiel mit uns und stell dich mittendrin.
Wir mögen dich ob dick, ob dünn
und egal aus welchem Land.

(© Monika Minder)

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Für die Kleineren - Kita

Alles muss noch wachsen

Kleine Händchen, kleine Füsschen,
Alles muss noch wachsen.
Kleine Öhrchen, kleine Näschen,
Alles muss noch wachsen.
Auch die kleinen Kätzchen,
Denn die haben auch nur kleine Tätzchen.

(© Monika Minder)

Schnicke - Schnacke - Schnecke

Schnicke - Schnacke - Schnecke,
kriechst dort um die Ecke.
Langsam, langsam kommst du her,
oh, dein Häuslein, das ist schwer.
Schnicke - Schnacke - Schneck,
kommst gar nicht vom Fleck.

(Fingerspiel, Autor unbekannt)

Kleines Training (Mitmachvers)

Mein Arm macht einen Kreis,
Nach vorne und nach hinten.
Mein Fuss macht einen Kreis
Zuerst der rechte, dann der linke.

(© Monika Minder)

Die Feuerwehr (Mitmachverse)

Die Feuerwehr, die Feuerwehr,
hör, die fährt ganz laut daher.
Sie fährt ganz schnell, sie fährt ganz schnell,
weil sie das Feuer löschen will.

Die Feuerwehr, die Feuerwehr,
hör, die fährt ganz leis daher.
Sie fährt ganz langsam geradeaus,
sie fährt nun zurück nach Haus.

(Autor unbekannt)

So wird das Spiel gespielt:
Die Kinder stellen sich hintereinander auf, so dass sich eine Schlange bildet, die das Feuerwehrauto simuliert. Gemeinsam wird jetzt laut die erste Strophe des Gedichtes aufgesagt. Die Kinder gehen jetzt durch den Raum und machen Geräusche wie tschschsch o.ä. und simulieren damit das Löschen eines Feuers. Ist das Feuer gelöscht, stellen sich die Kids wieder in eine Reihe wie zu Beginn und sprechen die zweite Strophe. Dies jetzt langsam und leise.



Verse

Du darfst weinen

Du darfst ruhig weinen,
auch, wenn die Sonne lacht.
Manchmal sind wir traurig,
Tränen brauchen ihren Platz.
Und hast du dich dann ausgeweint,
ist die Sonne sicher noch nicht weit.

(© Monika Minder)

Es war einmal ein Mann

Es war einmal ein Mann,
der hatte sieben Kinder,
die Kinder sprachen:
Vater erzähl’ uns eine Geschichte.
Da fing der Vater an,
es war einmal ein Mann,
der hatte sieben Kinder …

(Autor unbekannt, mündlich überliefert)

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Bekannte & klassische Kinder-Gedichte & Reime

Ein Federchen flog durch das Land

Ein Federchen flog durch das Land;
Ein Nilpferd schlummerte im Sand
Die Feder sprach: "Ich will es wecken!"
Sie liebte, andere zu necken.
Aufs Nilpferd setzte sich die Feder
Und streichelte sein dickes Leder.
Das Nilpferd sperrte auf den Rachen
Und musste ungeheuer lachen.

(Joachim Ringelnatz, 1883-1934, deutscher Schriftsteller und Kabarettist)



Schlafe, liebes Eselein

Schlafe, liebes Elselein,
Schlafe nun ein!
Schmetterling sucht am Blatt
Sich eine Lagerstatt.
Käferchen eilt zur Ruh,
Tut seine Äuglein zu.
Fliegen und Mückelein
Summen in Schlaf sich ein.
Sperling fliegt unters Dach
Flink in sein Schlafgemach.
Kikeriki lässt sein Schrei´n,
Geht in den Stall hinein.
Kuh und Kalb, Pferd und Schaf,
Alles will Ruh und Schlaf.
Marpessa ist ganz matt,
Will nach der Lagerstatt.
Schlafe, liebes Elselein,
Schlafe nun ein!

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874, deutscher Lyriker)

Mein Wagen

Mein Wagen hat vier Räder,
vier Räder hat mein Wagen,
rolle, rolle, rummerjan,
das wollt ich euch bloß sagen.

Mein Wagen hat 'ne Deichsel,
'ne Deichsel hat mein Wagen,
rolle, rolle, rummerjan,
das wollt ich euch bloß sagen.

Mein Wagen hat ein Pferdchen,
ein Pferdchen hat mein Wagen,
rolle, rolle, rummerjan,
das wollt ich euch bloß sagen.

Mein Wagen fahrt nach Potsdam,
nach Potsdam fährt mein Wagen,
rolle, rolle, rummerjan,
das wollt ich euch bloß sagen.

Und wer mit mir nach Potsdam will,
in meinem neuen Wagen,
rolle, rolle, rummerjan,
der braucht es bloß zu sagen

(Paula Dehmel, 1862-1918, deutsche Schriftstellerin)

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