Sommer Kindergedichte

Lustige Reime - bekannte Gedichte - kurze Verse

Gedichte lernen, aufsagen, interpretieren..., übt eine wichtige Funktion aus bei der Entwicklung von Sprache. Hier erhalten Sie schöne Reime und Verse für grosse und kleine Kinder. Ob für Kita, den schulischen Unterricht oder zu Hause, diese bekannten klassischen und moderne Kindergedichte sind hilfreich.

Kirschen über die Ohren

Ich häng mir Kirschen über die Ohren.
Da oben, die Kirschen vom Kirschbaum.
Ich bin im Sommer geboren,
da hängt man sich vom Kirschbaum
dir Kirschen über die Ohren.

(© Marie A.H.)

Wir gehen aus

Die Sonne scheint, wir gehen aus,
am liebsten in den Wald hinaus.
Da sitzt ein Vöglein auf dem Baum,
schaut aus seinen Äuglein raus.
Ein bisschen traurig wird es sein,
es zwitschert, erzählt von seiner Pein.

Wieder weiter geht es aus dem Wald,
da ein Häslein hoppelt aus dem Kraut.
"Pass nur gut auf, du kleiner Kerl,
mäht der Bauer das Gras, ist's schnell vorbei."
Das Häschen mit nem Büschel Gras im Maul,
schaut recht keck und läuft dann schnell davon.

Die Sonne scheint, wir gehen aus,
der Sommer schenkt uns einen Strauss.
Hier ein Bäumchen, dort ein Blümchen,
hier ein Kätzchen, dort ein Würmchen.
Gar eine Schnecke kommt durchs Gras daher,
fühlt sich, wie wenn sie schnell gelaufen wär.

(© Monika Minder)

Der Sommer ist da

Heiss, heiss, der Sommer ist da.
Wir schlemmen Eis, Eis, und das ist wahr.
Manchmal kommt ein Wölkelein,
das legt sich über den Sonnenschein.
Heiss, heiss, der Sommer ist da.
Kommt, wir rufen Hurra!

(© Jo M. Wysser)

Eins, zwei, drei

Eins, zwei, drei,
das ist jetzt einerlei.
Drei ist nicht vier,
und vier ist nicht viel.
Und Sommer ist nicht Winter
und Winter nicht Sommer.
Manchmal kommt man dahinter,
wenns am Abend donnert.

(© Beat Jan)



Die Kuh

Der Bauer schickt die Kuh weg,
sie soll das Gras fressen.
Wenn die Kuh nicht schnell geht,
wird das Gras trocken und dürr.
Die Kuh weiss nicht, wie Sommer geht,
sie trottet langsam hin und her.

(© Marie A.H.)

Kinder tanzen

Kinder stehen sommersprossig
auf dem gelben weiten Feld.
Tanzen mit den bunten Blättern
um die ganze kleine Welt.

(© Monika Minder)

Im Sommer kann man allerlei Sachen machen

Im Sommer kann man allerlei Sachen,
wie baden oder eine Wanderung machen.
Auch viel mehr spielen draussen
und sich im Wald verlaufen.
Am Abend lange wach bleiben
und sich im Zelt die Zeit vertreiben.
Barfuss durch einen Bach latschen
und die ganze Nacht quatschen.
Marmelade aus Beeren einmachen
und sofort davon naschen.
Auf dem Feld die Blumen zählen,
mal ein anderes Eis wählen.
Im Sommer kann man allerlei Sachen,
wie Neues wagen und Neues machen.

(© H.S. Sam)

Traurig

Es ist nicht gross,
es ist nicht klein,
es tönt wie Sommerregen
und ist fein.
Doch vom Himmel kommt es nicht.
Es ist das Herz, das weint.
Tränen Scherzen nicht,
sie brauchen nur ein bisschen Zeit.

(© Monika Minder)

Wir spielen wieder

Wir spielen wieder Fussball
und gehen ins Schwimmbad.
Wir haben alle grossen Drang,
das Leben war doch ziemlich fad.
Nur immer zu Hause sein,
bäh, ist das langweilig.
Jetzt gehts wieder in den Verein,
das wird toll, da sind wir uns einig.

(© Marie A.H.)

Im Juni

Im Juni
brauch ich keinen Pulli.
Es ist immer warm
und die Bienen fliegen im Schwarm.
Ich geh Barfuss, der Boden ist heiss,
ich esse gern ein Eis.

(© Monika Minder)

Flüstern im Wald

Es wird viel geredet und geflüstert im Wald:
Ein Vogel trällert die schönsten Lieder nur für dich allein,
So dass ein schönes Echo hallt.
Alle wollen sie bei dir sein.
Da sieh, ein Blatt, das dir freudig winkt,
Ein Marienkäfer, der auf deiner Nase blinkt.
Und da ein Blümlein, das dir lächelt
Ein Farn, das dir kühlen Wind fächelt.
Sogar ein Bienchen hat sich verirrt
Und sagt dir Hallo, wenn es
um deine Ohren schwirrt.

(© Monika Minder)

Altweibersommer

Jetzt geht er, dieser gelbe bunte Sommer
Der Urlaub ist vorbei
Und auch der grosse Donner.

Was wird kommen
Nach diesem heissen Sommer?

Vielleich ein schöner Spätsommer?
Der mit den alten Weibern,
Ihr wisst schon,
Der Altweibersommer.

(© Monika Minder)

Es war einmal ein blaues Blümchen

Es war einmal ein blaues Blümchen
Das stand allein auf einer Wiese.
Da kam ein freches Bübchen
Und rupfte an dem Blümchen:

Au! schrie das blaue Blümchen,
Was bist du für ein dummes Bübchen.
Man reisst doch nicht an kleinen Blümchen.
Jetzt schämte sich das Bübchen.

(© Monika Minder)

Ich wünsch mir einen Apfelbaum

Ich wünsch mir einen Apfelbaum,
An jedem Apfel hängt ein Träumlein dran.
Der erste Traum erzählt von einer Katze
Und einer grossen Luftmatratze.
Der zweite von einer grossen Nuss,
Die darf ich essen, weil ich noch wachsen muss.
Vom dritten Traum weiss ich noch nichts,
Ich glaub, der ist ganz schlicht.
Die andern Träume müssen warten
Ich wünsch mir nämlich Weihnachten im Garten.

(© Monika Minder)

Bekannte & klassische Sommergedichte für Kinder

Butterblumengelbe Wiesen

Butterblumengelbe Wiesen,
sauerampferrot getönt, -
o du überreiches Sprießen,
wie das Aug dich nie gewöhnt!

Wohlgesangdurchschwellte Bäume,
wunderblütenschneebereift -
ja, fürwahr, ihr zeigt uns Träume,
wie die Brust sie kaum begreift.

(Christian Morgenstern, 1871-1914, deutscher Schriftsteller, Dichter, Übersetzer)



Im Sommer

In Sommerbäder
Reist jetzt ein jeder
Und lebt famos.
Der arme Dokter,
Zu Hause hockt er
Patientenlos.

Von Winterszenen,
Von schrecklich schönen,
Träumt sein Gemüt,
Wenn, Dank ihr Götter,
Bei Hundewetter
Sein Weizen blüht.

(Wilhelm Busch, 1832-1908, deutscher humoristischer Dichter und Maler)

Das ist doch eine üppige Zeit

Das ist doch eine üppige Zeit,
Wo alles so schweigend blüht und glüht
Und des Sommers stolze Herrlichkeit
Still durch die grünenden Lande zieht.

Das Himmelblau und der Sonnenschein,
Die zehren und trinken mich gänzlich auf!
Ich welke dahin in müssiger Pein,
In Rosen versiegt mein Lebenslauf!

Die Schnitter so stumm an der Arbeit stehn,
Nachdenklich und düster auf brennender Au!
Ich höre ein heimliches Dröhnen gehn
Rings in der Berge dämmerndem Blau.

Ich sehne mich nach Gewitternacht,
Nach Sturm und Regen und Donnerschlag!
Nach einer tüchtigen Freiheitsschlacht
Und einem entscheidenden Völkertag!

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter)

Sommerfrische

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil`s wohltut, weil`s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

(Joachim Ringelnatz, 1883-1934, deutscher Schriftsteller, Kabarettist)

Ich bin der Juli

Grüss Gott! Erlaubt mir, dass ich sitze.
Ich bin der Juli, spürt ihr die Hitze?

Kaum weiss ich, was ich noch schaffen soll,
die Ähren sind zum Bersten voll;

reif sind die Beeren, die blauen und roten,
saftig sind Rüben und Bohnen und Schoten.

So habe ich ziemlich wenig zu tun,
darf nun ein bisschen im Schatten ruhn.

Duftender Lindenbaum,
rausche den Sommertraum!

Seht ihr die Wolke? Fühlt ihr die Schwüle?
Bald bringt Gewitter Regen und Kühle.

(Paula Dehmel, 1862-1918, deutsche Schriftstellerin)

Der verlorene Sohn

Mutter, aus der Fremde kehre
elend ich zu dir zurück.
Hab verloren Herz und Ehre
und verloren Gold und Glück.

Ach, als ich an deinen Händen
noch durch Blust und Sommer lief!
Rosen blühten allerenden,
und der braune Kuckuck rief.

Himmel wehte als ein Schleier
um dein liebes Angesicht,
Schwäne glänzten auf dem Weiher,
und die Nacht selbst war voll Licht.

Deine Güte Sterne säte,
und beruhigt schlief ich ein.
Mutter, Mutter, bete, bete!
Laß dein Kind mich wieder sein.

(Klabund, 1890-1928, deutscher Schriftsteller,)

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